Auf dieser Seite finden sie das Inklusionsverständnis vom Bündnis pro Inklusion.
Über den internen Link Literatur finden Sie Texte zur Thematik Inklusion.
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Ziel des „Bündnisses pro Inklusion“ ist es, dass jeder Mensch universell die Hilfen bekommt, die er zur Entfaltung seines Potenzials benötigt, so er das möchte.
„Wir Vertreterinnen und Vertreter des 'Bündnis pro Inklusion' stellen die Grundlage unseres gemeinsamen Denkens und Handelns dar:
Alle Menschen haben Fähigkeiten und Fertigkeiten und alle sind gleich viel
wert. Menschen sind in ihrem Denken, ihrer Herkunft, ihrer Sprache, ihrer
Religion und in vielem anderen verschieden. Das ist normal. Es geht darum
diese Normalität gegenseitig anzuerkennen und wertzuschätzen. Um das tun zu
können, müssen wir unser Denken sowie die Sichtweise über Menschen mit Hilfebedarf
dahingehend verändern.
Wir begreifen Verschiedenheit von Menschen nicht als störend, sondern als
Gewinn für alle. Nicht der Mensch passt sich an die Gesellschaft an, sondern
die Gesellschaft an den Menschen. Inklusion beinhaltet in diesem Zusammenhang
auch den Umbau und Abbau von Sondereinrichtungen in den Lebensbereichen Lernen,
Wohnen, Arbeit, Gesundheitsvor- und Fürsorge, Bildung, Mobilität, Kultur und
Politik. In einer inklusiven Gesellschaft ist keine Integration mehr nötig.
Inklusion gelingt nur, wenn der oder die Einzelne, die Gruppe, die Kommune
oder die Gesellschaft offen sind für die gleichberechtigte Teilhabe aller
Menschen und nicht nur für deren Teilnahme. Teilnahme bedeutet nur, für jeden
die Türen zu öffnen. Teilhabe ist aber mehr. Wir, unsere Gemeinden und Institutionen,
müssen uns so verändern, dass die Bedürfnisse von behinderten Menschen selbstverständlich
berücksichtigt werden und alle Menschen die Angebote nach individuellem Bedarf
mitgestalten und selbstbestimmt nutzen können. Menschen mit Unterstützungsbedarf
bekommen die Angebote an Förderung, Betreuung, Fortbildung, Unterstützung,
Akzeptanz, Ansehen, Wertschätzung, die sie zur Erschließung ihres individuellen
Potenziales benötigen. Hilfen, die sinnvoll und notwendig sind, werden zur
Verfügung gestellt. Es gibt kein Primat der Finanzen. Im Mittelpunkt steht
der Mensch mit seinem Potenzial.
Gemeint sind damit unter anderem die Bereiche des persönlichen Unterhaltes,
der Mobilität, des Informationsaustausches, der sozialen Beziehungen, des
wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. Teilhabe beinhaltet einen Qualitätssprung.“